Der Implantationszeitpunkt Nach einem Zahnverlust oder einer Zahnextraktion kann mit dem Setzen eines Implantats unterschiedlich lange zugewartet werden.
Sofortimplantation: Erfolgt direkt nach dem Zahnverlust. Sie darf nur zur Anwendung kommen, sofern nach der Extraktion die Alveole (das leere Zahnfach) entzündungsfrei ist. Sie kann mit einem erhöhten Verlustrisiko einhergehen.
Frühimplantation: Erfolgt 4 bis 8 Wochen nach der Zahnextraktion. Die Heilung des Weichgewebes ist weitgehend abgeschlossen.
Implantation 3 bis 4 Monate nach der Extraktion: Das Weichgewebe ist abgeheilt, der Knochen beginnt zu heilen.
Spätimplantation: Erfolgt nach sechs Monaten oder mehr im vollständig abgeheilten Knochen.
Der Belastungszeitpunkt
Früh- oder Spätbelastung: Damit der Knochen ungestört abheilen kann, wird das Implantat während der Einheilungszeit nicht belastet. Diese Phase dauert durchschnittlich mehrere Wochen bis drei Monate im Unterkiefer, im Oberkiefer manchmal auch länger. Erst wenn der Zahnersatz auf dem Implantat montiert ist, wird dieses belastet. Die Früh- oder Spätbelastung ist heute die Regel.
Sofortbelastung/Sofortversorgung: Dabei wird die übliche Wartezeit für das Einheilen umgangen, das Implantat wird sofort (d.h. noch am gleichen Tag oder innerhalb von 24 Stunden) mit dem Zahnersatz (Krone, Brücke, herausnehmbare Prothese) versehen. Diese Methode setzt eine hohe Stabilität der Implantate bereits bei der Operation voraus. Die Sofortversorgung wird vor allem bei zahnlosen Patienten verwendet.