Glossar: S

Schadenfall
Bei einem Misserfolg ist zu klären, ob ein Behandlungsfehler (Planung, Information, Durchführung) vorliegt. Wie bei allen medizinischen Dienstleistungen kann keine Garantie auf den Behandlungserfolg geleistet werden. Hingegen haftet die behandelnde Person für nicht sachgerechte fachliche Leistungen. Bei Zweifeln sollte ein offenes Gespräch immer der erste Schritt sein und trägt häufig zur Klärung bei. Andernfalls kann bei einem Vertrauensverlust die Begutachtungskommission der kantonalen Zahnärztegesellschaften angerufen werden. Dies allerdings nur, wenn der Zahnarzt Mitglied einer kantonalen Sektion der Schweizerischen Zahnärztegesellschaft SSO ist. Bei Zweifeln kann auch bei der Schweizerischen Stiftung SPO Patientenschutz nachgefragt werden.
Schallzahnbürsten (Einsatz)
Nachdem Zahnimplantate gesetzt wurden, müssen sie ungestört während einiger Wochen im Kieferknochen einwachsen können. Die Einheilphase dauert bis zu zwei Monaten. Werden sie während dieser Zeit mechanisch bewegt, ist die Einheilung gefährdet. Bei der so genannten «offenen Einheilung» sollte während der kritischen Zeit vorsichtshalber auf die Benützung einer elektrischen Schallzahnbürste verzichtet werden. Sind die Implantate eingeheilt, können die Zähne problemlos mit Schallzahnbürsten gereinigt werden.
Schmerzen
Der chirurgische Eingriff wird mittels örtlicher Betäubung ausgeführt und ist damit schmerzfrei. Die Beschwerden nach der Operation sind in der Regel gering und können falls nötig mit Schmerztabletten gelindert werden.
Sinusboden-Elevation (Anhebung des Kieferhöhlenbodens)
Diese Methode kommt zum Einsatz, wenn der Oberkiefer im Seitenzahnbereich zu niedrig ist für ein Implantat und dieses in die Kieferhöhle (Sinus) ragen würde. Der Boden der Kieferhöhle wird dabei angehoben und der so entstehende Raum mit Knochen- und/oder Ersatzmaterial aufgefüllt.
Sofortbelastung
  • Sofortbelastung/Sofortversorgung: Dabei wird die übliche Wartezeit für das Einheilen umgangen, das Implantat wird sofort (d.h. noch am gleichen Tag oder innerhalb von 24 Stunden) mit dem Zahnersatz (Krone, Brücke, herausnehmbare Prothese) versehen. Diese Methode setzt eine hohe Stabilität der Implantate bereits bei der Operation voraus. Die Sofortversorgung wird vor allem bei zahnlosen Patienten verwendet.
  • Früh- oder Spätbelastung: Damit der Knochen ungestört abheilen kann, wird das Implantat während der Einheilungszeit nicht belastet. Diese Phase dauert durchschnittlich mehrere Wochen bis drei Monate im Unterkiefer, im Oberkiefer manchmal auch länger. Erst wenn der Zahnersatz auf dem Implantat montiert ist, wird dieses belastet. Die Früh- oder Spätbelastung ist heute die Regel.
Sofortimplantation
Nach einem Zahnverlust oder einer Zahnextraktion kann mit dem Setzen eines Implantats unterschiedlich lange zugewartet werden.

  • Sofortimplantation: Erfolgt direkt nach dem Zahnverlust. Sie darf nur zur Anwendung kommen, sofern nach der Extraktion die Alveole (das leere Zahnfach) entzündungsfrei ist. Sie kann mit einem erhöhten Verlustrisiko einhergehen.
  • Frühimplantation: Erfolgt 4 bis 8 Wochen nach der Zahnextraktion. Die Heilung des Weichgewebes ist weitgehend abgeschlossen.
  • Implantation 3 bis 4 Monate nach der Extraktion: Das Weichgewebe ist abgeheilt, der Knochen beginnt zu heilen.
  • Spätimplantation: Erfolgt nach sechs Monaten oder mehr im vollständig abgeheilten Knochen.
Sofortversorgung
  • Sofortbelastung/Sofortversorgung: Dabei wird die übliche Wartezeit für das Einheilen umgangen, das Implantat wird sofort (d.h. noch am gleichen Tag oder innerhalb von 24 Stunden) mit dem Zahnersatz (Krone, Brücke, herausnehmbare Prothese) versehen. Diese Methode setzt eine hohe Stabilität der Implantate bereits bei der Operation voraus. Die Sofortversorgung wird vor allem bei zahnlosen Patienten verwendet.
  • Früh- oder Spätbelastung: Damit der Knochen ungestört abheilen kann, wird das Implantat während der Einheilungszeit nicht belastet. Diese Phase dauert durchschnittlich mehrere Wochen bis drei Monate im Unterkiefer, im Oberkiefer manchmal auch länger. Erst wenn der Zahnersatz auf dem Implantat montiert ist, wird dieses belastet. Die Früh- oder Spätbelastung ist heute die Regel.
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«Zahnimplantate lebenslang?» gesundheitheute-Sendung vom 26. November 2016. » Mehr
«Zahnimplantate heute & morgen» gesundheitheute-Sendung vom 1. Oktober 2016. » Mehr
«Zahnarztwahl» gesundheitheute-Sendung vom 11. Juni 2016. » Mehr
«Unterschiede bei Zahnimplantaten» gesundheitheute-Sendung vom 28. Mai 2016. » Mehr
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Was ist ein Zahnimplantat? Ein Implantat ist eine Schraube, meistens aus Titan, die durch einen chirurgischen Eingriff in den Kieferknochen eingesetzt wird und dort als Ersatz für die Zahnwurzel dient. Auf diesem künstlichen Pfeiler wird anschliessend ein Zahnersatz befestigt. Mit der Implantattechnik lässt sich ein einzelner Zahn ersetzen, eine grössere Zahnlücke versorgen oder eine abnehmbare Prothese im weitgehend zahnlosen Kiefer befestigen.